Ein Hygienekonzept ist das verbindliche, schriftliche Regelwerk einer Einrichtung zur Infektionsprävention. Es beschreibt Zuständigkeiten, Standardmassnahmen, erregerspezifische Massnahmen sowie Reinigung, Desinfektion und Aufbereitung.
Das Wichtigste in Kürze
- Kern jedes Hygienekonzepts sind die Standardhygienemassnahmen, die bei allen Patientinnen und Bewohnern gelten.
- Ergänzend regeln Zusatzmassnahmen (Kontakt-, Tröpfchen-, aerogene Isolation) den Umgang mit bestimmten Erregern.
- Ein Konzept wirkt nur, wenn es geschult, auditiert und regelmässig aktualisiert wird.
Typische Inhalte
Ein vollständiges Hygienekonzept umfasst mindestens:
- Organisation und Verantwortlichkeiten (Hygieneverantwortliche, Kommission)
- Standardhygienemassnahmen inkl. Händehygiene und Schutzausrüstung
- Zusatzmassnahmen und Isolationsregeln
- Reinigung, Desinfektion und Aufbereitung von Medizinprodukten
- Umgang mit Wäsche, Abfall und Lebensmitteln
- Personalschutz, Impfungen und Vorgehen bei Stich- und Schnittverletzungen
- Ausbruchmanagement und Meldewesen
Vom Konzept zur gelebten Praxis
Das beste Dokument nützt nichts, wenn es im Ordner verstaubt. Entscheidend sind verständliche Arbeitsanweisungen, digitale Verfügbarkeit am Arbeitsplatz, Schulungen und regelmässige Audits. Mit Hygiene smart stellen wir Konzepte digital, durchsuchbar und laufend aktualisiert zur Verfügung.
Weiterführend
Quellen
Autorin: Daniela Böhmerle, Fachexpertin Infektionsprävention im Gesundheitswesen (eidg. Diplom)
