Die Strategie NOSO ist die nationale Strategie des Bundesamts für Gesundheit (BAG) zur Überwachung, Verhütung und Bekämpfung von healthcare-assoziierten Infektionen (HAI) in Spitälern und Pflegeheimen. Sie wurde 2016 vom Bundesrat verabschiedet.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Strategie NOSO gliedert sich in vier Handlungsfelder: Governance, Monitoring, Verhütung und Bekämpfung sowie Bildung und Forschung.
- Sie richtet sich an Spitäler und Pflegeheime; die Grundsätze sind auch für Spitex und Praxen relevant.
- Swissnoso erarbeitet im Auftrag des BAG nationale Minimalstandards für Infektionsprävention.
Die vier Handlungsfelder
Die Strategie verfolgt das Ziel, HAI zu reduzieren und die Ausbreitung resistenter Erreger zu begrenzen:
- Governance – klare Zuständigkeiten, Ressourcen und Vorgaben
- Monitoring – Surveillance von Infektionen und Prozessen
- Verhütung und Bekämpfung – evidenzbasierte Massnahmen im Alltag
- Bildung und Forschung – Kompetenzen des Personals stärken
Nationale Minimalstandards
Swissnoso hat Minimalstandards für Strukturen und Prozesse der Infektionsprävention in Akutspitälern definiert; für Langzeitinstitutionen liegen eigene Empfehlungen vor. Sie betreffen unter anderem Fachpersonal, Hygienekommission, Surveillance, Schulung und Audits.
Umsetzung in der eigenen Einrichtung
Am Anfang steht eine Standortbestimmung (Gap-Analyse) gegenüber den Minimalstandards. Daraus entsteht ein priorisierter Massnahmenplan mit Hygienekonzept, Schulungsplan und Kennzahlen. Wir begleiten Einrichtungen herstellerunabhängig durch diesen Prozess.
Weiterführend
Quellen
Autorin: Daniela Böhmerle, Fachexpertin Infektionsprävention im Gesundheitswesen (eidg. Diplom)
